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FM Monitor Trendanalyse 2016

Management Summary & Trendübersicht

Top 10 Trends im FM-Markt Schweiz

 

Trendübersicht

 

„Es ist nicht unsere Aufgabe, die Zukunft vorauszusagen, sondern auf sie gut vorbereitet zu sein.“, sagte Perikles schon vor 2‘500 Jahren im antiken Athen. Genauso verhält es sich mit den Trends des diesjährigen FM Monitors. Obwohl sich einige Entwicklungen schon seit geraumer Zeit auf dem Radar befinden und die Konsequenzen anderer bereits spürbar sind, lassen sich die kommenden Jahre nicht eindeutig prognostizieren. Eines ist aber klar: der Markt setzt sich mit den Trends auseinander und bereitet sich strategisch auf die Zukunft vor: Was bedeutet ein Trend für die eigene Unternehmung, die eigene Organisation? Welche Szenarien sind möglich? Wie kann man sich optimal auf diese vorbereiten? Welche Entscheidungen gilt es schon heute zu fällen? Diese und andere Fragen nimmt der FM Monitor 2016 auf und bietet dem Markt die Möglichkeit, sich intensiv mit den Herausforderungen der Zukunft auseinanderzusetzen.

Knapp 300 Expertinnen und Experten der Schweizer Immobilienwirtschaft nahmen an der diesjährigen Umfrage teil. Damit steigt die Zahl der Befragten erneut und erreicht den dreifachen Wert von 2012! Die Ergebnisse bilden den Markt gut ab und die Resultate können nach verschiedenen Rollen, Organisationsformen, Regionen und geschäftlichem Fokus analysiert werden.

 

Daten sind nicht nur der neue Treibstoff, sondern auch ein nachhaltiges Investitionsgut

Daten – daran besteht schon lange kein Zweifel mehr – sind im Immobilienmanagement wertvoll. Vier Trends zu diesem Thema rangieren in diesem Jahr unter den Top 10. Die Verbesserung der Datenqualität steht an erster Stelle und ist erstmalig der Top Trend! Nur mit verlässlichen Daten lassen sich Immobilien und Dienstleistungen steuern, ihre Qualität und die damit verbundene Transparenz gelten als Schlüsselfaktoren für Effizienzsteigerungen. Daten- und Reportingkonzepte bilden das Fundament für einen zielgerichteten und strukturierten Umgang mit Kennzahlen. Im Mehrjahresvergleich ist klar ein Anstieg der Wichtigkeit auszumachen. Dies gilt auch für den Ruf nach transparenten Nebenkosten und detaillierten Kennzahlen pro Objekttyp bzw. nach Leistung. Letzteres ist vor allem dann von Bedeutung, wenn man sich mit anderen Marktteilnehmenden messen will. Nur im Vergleich mit den Branchenbesten lässt sich die eigene Leistung richtig und realistisch einschätzen. Die Zufriedenheit über die bestehende Datenlage hat sich gegenüber den Vorjahren etwas verbessert, 50% der Befragten sind jedoch noch immer unzufrieden mi der Datentransparenz und -qualität. Ein grosser Handlungsbedarf besteht seit Jahren auch in Bezug auf die Benchmarking-Möglichkeiten.

Zunehmende Bedeutung von Daten

 

Energiemanagement nach wie vor von grösster Bedeutung

Energie steht schon länger im Fokus des FM-Marktes. Seit Jahren gehören die Trends „Steigerung der Energieeffizienz“ und „Langfristige Planung des Energiemanagements“ zu den Top 10 Trends. Der Ener-gieverbrauch soll durch professionelles Energiecontrolling reduziert und der Betrieb verbessert werden. Die langfristige Planung des Energiemanagements bezieht sich in erster Linie auf Energiestrategien für Immobilien und Unternehmen. In der aktuellen Umfrage erhält der Trend mit 74% Zustimmung, was einer deutlichen Steigerung gegenüber 2015 (68%) entspricht.

 

Flexible Bauten und neue Nutzungskonzepte sichern den zukünftigen Flächenbedarf

Erstmals wurde dieses Jahr der Trend nach flexibler Bauweise analysiert. Mit einer Zustimmungsrate von 75% landete er sofort in den Top 10 Trends. Für die Zukunft bedeutet dies: flexible Grundrisse werden immer wichtiger, um zukünftigen Anforderungen besser entsprechen zu können. Umnutzungen sind be-reits heute voll im Gange: so kann aus einer Kirche ein Hallenbad, aus einem Hallenbad eine Kulturstätte oder aus einer Milchverarbeitungsfabrik eine Hochschule entstehen! Eine verbesserte Flächennutzung durch verdichtetes Bauen bzw. durch neue Nutzungskonzepte bei Bestandsbauten ist seit Jahren unter den Top 3 Trends klassiert. Die Herausforderungen für die Raumplanung werden in Zukunft noch an-spruchsvoller, professionelles Flächenmanagement ist daher unausweichlich.

Zunehmende Entwicklung im Bau und im Bestand

 

Kostenbetrachtungen und -optimierungen bleiben ein zentrales Thema

Den Lebenszykluskosten wird – wie in den Vorjahren – auch 2016 grosse Wichtigkeit zugesprochen – ihre Ermittlung ist ein Muss bei allen Investitionsrechnungen. Je nach Objekttyp werden die Betrachtungs-zeiträume zwischen 20 und 30 Jahren angesetzt. Diese Periode gilt als überschaubar, was Umnutzungen, Aufstockungen oder Anbauten anbelangt.

Der Kostendruck im Markt ist enorm! Der Trend zu weiteren Reduktionen wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen. So werden Betriebskosten bei gleichbleibenden Service Levels laufend optimiert. Klare SLA-Definitionen und eine immer effizientere Leistungserbringung durch Innovationen und neue Technologien sichern den Dienstleistern in Zukunft die Margen. Wichtigster qualitativer Kostentreiber im Facility Management sind die Nutzeranforderungen. Die Mandatsvergabe an den Anbieter mit dem tiefsten Preis führt oft zu einer Abnahme der Qualität. Es gilt: Klar definierte Leistungen sind am preissensitivsten und je komplexer die Leistung, umso wichtiger werden qualitative Kriterien. Es sollte daher ein stärkerer Fokus auf qualitative Aspekte bei der Vergabe von komplexeren FM-Leistungen gelegt werden.

Fortsetzung der Kostenreduktion Mehrjahresvergleich

 

Der FM-Markt bleibt in Bewegung

Der FM-Markt ist und bleibt auch in Zukunft ein spannender Markt! Neue Technologien, zunehmender Automatisierungsgrad und die Digitalisierung werden im Immobilienmanagement zu Quantensprüngen führen. Die Disziplinen FM und IT werden näher zusammenrücken und teilweise sogar verschmelzen. Governance und Compliance werden an Bedeutung gewinnen, insbesondere bei der Beschaffung, aber auch in den Bereichen Sicherheit und Datenmanagement. Smarte Gebäude, Areale, Quartiere und Städte werden die Branche bewegen. Doch eines darf nie ausser Acht gelassen werden: Im Zentrum steht immer der Kunde – innovative Servicemodelle werden daher an Bedeutung gewinnen.